Heute morgen haben wir wieder ein recht spätes Frühstück eingenommen und während der Mittagshitze auf unserem Zimmer entspannt. Es ist einfach so unglaublich heiß in dieser Stadt.
Gestärkt machten wir uns schließlich auf. Mit dem Boot wollten wir heute einen Tempel besuchen. Ja, wiedermal einen Tempel. In Bangkok gibt es davon übrigens gut 400 Stück. Wir entschieden uns ganz bewusst für die Nutzung des Bootes auf dem Chao Prahya. Einerseits, weil sich so die verstopften Straßen vermeiden lassen und andererseits weil es wohl der interessanteste Weg ist. Was ist schöner als die Stadt vom Wasser aus zu betrachten? Mit vielen Thai und einigen Touristen fanden wir uns also auf dem gut gefüllten Boot der "orangen Linie" wieder. Die verschiedenen Boote sind hier mit farbigen Fahnen gekennzeichnet. Die Fahrt kostete uns ganze 15 THB p. P., also nur knapp 35 Cent, was sie sehr preiswert machte.
Unser Ziel war der Tempel Wat Po. Das ist ein wahrer Touristentempel. Die Besucher erscheinen hier meist in Gruppen. Die meisten dieser in Bussen angekarrten Touristen begnügen sich aber scheinbar damit den Tempel zu besuchen, in dem eine riesige Figur des "liegenden Buddhas" aufbewahrt wird. Die Figur zeigt Buddha in dem Moment, in dem er ins Nirvana übergeht. Fotoapperat (oder Smartphone) raus, Foto schießen und ab zur nächsten Sehenswürdigkeit. Eigentlich schade, denn der Tempel Wat Po hatte eine schöne, große Anlage, die ebenfalls sehr sehenswert ist. Der Besucher-Trubel ließ aber auf der restlichen Tempelanlage nach, was die Besichtigung für uns angenehmer machte. Hier gab es reichlich weitere Buddha-Figuren, aus China importierte Statuen und mit Mosaiken verzierte Türmchen.
Der Wat Po bildet außerdem Masseure und Masseurinnen aus, die hier auch ihre Dienste für Besucher anbieten. Für Ausländer kostet eine halbe Stunde Thai-Massage 250 THB. Wie verzichteten, weil uns diese Methode mit Ganzkörpereinsatz (Knie, Ellenbogen etc. eingeschlossen) nicht so ganz geheuer ist. Da Ausländer auch hier, wie so oft, anders behandelt werden als einheimische Tha,i wurde übrigens schon am Eingang deutlich. Während für Thais der Zugang zur Anlage kostenlos war, mussten alle Fremden 100 THB (=ca. 2,50€) bezahlen. Die Anlage hat uns insgesamt auch gut gefallen und wir haben uns wirklich lange aufgehalten. Trotzdem war es die bisher teuerste Besichtigung. Immerhin war eine kühle 350ml-Flasche Wasser inbegriffen.
Die Rückfahrt mit der orangen Bootslinie war wieder gut, allerdings war das Boot auf dem Rückweg extrem voll. Am Abend waren wir wieder bei "Nancy's home" in unserer Straße essen, das trotz des westlich klingenden Namens von einer einheimischen Familie geleitet wird, von der nur die Tochter gebrochen Englisch spricht. Anstatt Reis gab es diesmal Nudeln und wieder zwei große Biere (insg. 230 THB).
Morgen müssen wir früh aufstehen, weil wir die Ein-Tages-Tour zur alten Hauptstadt Thailands, Ayutthaya, gebucht haben. Um 7:00 Uhr werden wir schon abgeholt. Mal schauen, wie das wird.
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